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Jahresbericht 2004: 1.Pool Billard Club Arnstorf e.V.

PBC-Logo-colorWer die Worte Billard und Sport in einem Atemzug nennt, bekommt für gewöhnlich ein herablassendes und verständnisloses Lächeln. Zudem herrscht noch immer die Vorstellung von verräucherten Billardkneipen, finsterem Zockermilieu und  niveaulosem Gaststättenbillard. Diese Vorurteile abzubauen, bzw. den Billardsport in das Licht zu rücken welches ihm gebührt ist eines unser Hauptanliegen.

Oder wussten Sie das der aktuelle 9-Ball Weltmeister ein Deutscher Spieler namens "Thorsten Hohmann" ist.

Darüber wurde in den bekannten Medien leider überhaupt nicht berichtet, obwohl dies der begehrteste und angesehenste Titel im Billardsport ist!

Entstehung des Namens »Billard«
Woher stammt eigentlich der Name Billard? Eine der am meisten verbreitesten Geschichte ist folgende. Man schrieb das Jahr 1560 in London. Dort lebte der englische Pfandleiher Bill Kew. Das bis zur heutigen Zeit erhaltene Branchenzeichen der englischen Pfandleiher besteht aus drei Elfenbeinkugeln. Eines Abends holte der besagte Herr Kew diese Kugeln in seinen Laden und legte sie auf seinen Schreibtisch. Er begann damit zu spielen und den Lauf der Kugeln mit seinen Messstock zu steuern. Der phantasiebegabte Mann befestigte schmale Randleisten um den Tisch damit die Kugeln nicht mehr herunterfallen konnten. Ein auf einem Tisch kleiner Hof, zu englisch »Yard« war entstanden. Also in englischer Lesart » Bill´s Yard«. Billard war geboren.
Auch der Name des Spielstockes »Queue« (sprich: Köö) ist nicht anderes als eine Verballhornung des Namens des Erfinders Herrn Kew. Immer vorausgesetzt, das sich diese Geschichte auch tatsächlich so ereignet hat.
Oder stammt der Name doch aus dem französischen »Bille« was »eine kleine Kugel« bedeutet. Und mit etwas Wohlwollen ist »L´art de bille« - übersetzt die »Kunst der Kugel« - auch als »Billard« zu lesen!

Kurioses aus der Geschichte des Billard

  • Viele Jahre lang war Billard der Sport der Könige. Louis XI von Frankreich war ein sehr guter Billardspieler und machte das Spiel in Frankreich populär. Als er gegen einen Herrn M. de Chamillart im Billard verlor, ernannte er ihn zum Finanzminister aufgrund seiner herausragenden Leistung!
  • Karl IX fühlte sich durch die Schreie der 20.000 sterbenden Protestanten während der Bartholomäusnacht beim Billardspielen so gestört, dass er Anweisung gab, das Morden an abgelegener Stelle weiterzuführen.
  • Königin Maria Stuart klagte während ihrer Gefangenschaft, dass man sie seelischer Grausamkeit aussetzte, da man ihr den Billardtisch weggenommen hatte.
  • Anfang des achtzehnten Jahrhunderts herrschte in Preußen ein regelrechtes Billardfieber, dass der Berliner Klerus einen deutlichen Schwund an Kirchenbesuchern verzeichnete. Was die preußische Regierung 1707 veranlasste, das Billardspielen vor den Sonntagsgottesdiensten zu verbieten.
  • Nach der französischen Revolution hielten die Spieltische, welche bis zu diesem Zeitpunkt nur dem Adel zugänglich waren, endlich auch Einzug in kleine Dorfgaststätten, in denen nun auch das gemeine Volk dem Billardsport frönen konnte.
  • In England, in den USA und schließlich auch in Deutschland kam man auf die Idee noch sechs Löcher an den Längsseiten des Tisches zu bohren. Das »Lochbillard«, in den USA als »Pool-Billard« bekannt, war geboren.


»Snooker« - Nationalsport in England

  • In England hat das Billard ähnliche Spiel »Snooker« Nationalsportcharakter und erreicht vor Rugby und Fußball die besten Fernseheinschaltquoten. So wurde z.B. einmal ein Spiel Live nach Taiwan (Sendezeit: 2.00-4.00 Uhr morgens) übertragen und von 5 Millionen begeisterten Snookerfans verfolgt!
  • Raymond Ceulemann, ein bekannter Billardspieler in der Disziplin »3-Band Karambol«, gab an bei längeren Turnieren bis zu 5 Kilogramm an Gewicht zu verlieren.
  • Weniger durch seine körperlichen Aktivitäten (obwohl schon einige Kilometer während eines Turniers zusammenkommen) als durch die enorme geistige Anstrengung und Konzentration die von jedem Billardspieler gefordert wird, will er erfolgreich sein. Entscheiden doch nur allzu oft kleine Feinheiten beim Einlochen und vor allem beim Positionsspiel, also dem richtigen Umgang mit der Spielkugel der »Weißen«, über Sieg oder Niederlage. Gerade die Kontrolle der Spielkugel, das richtige Effetspiel und das permanente Training zur Perfektion der Feinmotorik übt einen großen Reiz des Billardspieles aus.


Siebenmal erster und dreimal zweiter Platz in den Abschlusstabellen

Seit über 15 Jahren besteht nun der Verein des 1. Pool Billard Club Arnstorf e.V.. In dieser Zeit konnte der Verein viele Erfolge feiern. Zu den herausragendsten zählen wohl u.a. der Aufstieg in die Bezirksoberliga und die viermalige Spielberechtigung von Einzelspielern an der deutschen Pokalmeisterschaft. Das erfolgreiche Spiel der letzten 15 Jahre spiegelt sich auch in den Abschlusstabellen wieder. Siebenmal konnte der erste Platz, dreimal der zweite und dreimal der dritte Platz belegt werden.

ErfolgeSaisonergebnisse von 1989 bis 2004
Grund genug also ein 15-jähriges Jubiläumsturnier zu veranstalten. Gespielt wurde das mittlerweile sehr populäre 9er-Ball. Bei einem Startgeld von 15 € wurde für die ersten sechs Plätze ein garantiertes Preisgeld von über 600 € ausgeschüttet.
Parallel zum Billardturnier wurde bereits am Vortag ein Kickerturnier und ein Dartturnier veranstaltet. Hierbei wurden ebenfalls garantierte Gewinne von insgesamt 350 € ausgeschüttet. Livemusik, Zelt- und Barbetrieb rundeten die Veranstaltung an diesem Wochenende ab.

 

Auch unsere Jugend spielte mit
Spieler

 

GewinnerNach spannenden und sehr knappen Partien standen die Gewinner des Jubiläumsturniers vom 1.Pool Billard Club Arnstorf e.V. fest.

Die Gewinner des Billardturniers:
Georg Wilhelm (2. und 3. Platz (möglich durch Doppelmeldung): SC Dingolfing) und  Aydin Sadetin (1.Platz: Fortuna Straubing)


Grillfeier 2004
Die mittlerweile schon traditionelle Grillfeier fand wie auch letztes Jahr bei den Weihern nähe Landau statt. Vom Freitag bis zum Sonntag schlugen wir dort unsere Zelte auf. Chefkoch Helmut Bandurak servierte uns auch dieses Jahr ein köstliches Spanferkel (siehe Foto). Glücklich durften wir uns auch mit dem Wetter schätzen, da wir eines der wenigen Wochenenden erwischt hatten, wo immer schönes Wetter war. Was beim diesjährigen Sommer wahrlich nicht oft der Fall war. Zerschlagenes Eis und eine extra „eingeflogene“ Tiefkühltruhe mit Notstromaggregat sorgten für stets kühle Getränke. Und das der morgendliche Kaffee frisch von dem Kaffeeautomaten kam brauche ich wohl nicht extra erwähnen. Viele Bilder von den Grillfeiern sind auch auf unserer Homepage ( www.pbc-arnstorf.de ) zu finden.

Spanferkel
War so lecker wie sie aussieht

In der gerade gestarteten Saison 04/05 spielen wir wieder mit drei Mannschaften. Zudem konnten mittlerweile fünf jugendliche Spieler im Alter von 9 bis 12 Jahren für das Billardspiel begeistert werden und dürfen bereits in der aktuellen Saison in der dritten Mannschaft Ihr Können unter Beweis stellen.

Wer Interesse am Verein und am Billardspielen hat kann gerne jeden Donnerstag ab ca. 20.00 Uhr beim Vereinslokal für ein kostenloses Schnuppertraining vorbeikommen.
Anschrift: Gasthaus am Berg, Pfarrkirchener Str. 18, 94424 Arnstorf.


Nachruf
albert

Der 1. Pool-Billard Club Arnstorf e.V. trauert um sein Ehrenmitglied Albert Doppelhammer. Sein heiteres und immer freundliches Wesen bleibt uns stets in guter Erinnerung und wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Sein liebevoller Einsatz als Auktionator bei der jährlichen Christbaumversteigerung wird fehlen.